Geboren 1947 in Wald, Kanton Zürich, als Tochter des Industriellen Otto Honegger und der Psychologin Ada Honegger-Kaufmann. Zwei Brüder: Otto Carl, geboren 1945, und Andreas Johannes, geboren 1956.

Nach der Matura Typ B an der Kantonsschule Zürcher Oberland in Wetzikon Sprachaufenthalt in London und Birmingham. Im Wintersemester 1967/68 Beginn des Studiums von Nationalökonomie und Philosophie an der Universität Zürich. Zudem Studium der Soziologie bei Peter Heintz. Mitglied der Fortschrittlichen Studentenschaft Zürich (FSZ) und Gründungsmitglied der Frauenbefreiungsbewegung (FBB).

Ab dem Sommersemester 1970 Studium von Soziologie, Philosophie, Politikwissenschaft und Sozialpsychologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main (unter anderen bei Jürgen Habermas, Ulrich Oevermann und Iring Fetscher). 1975 Abschluss des Studiums mit dem Diplom in Soziologie (und einer Arbeit über die europäische Hexenverfolgung).

Seit dem Frühjahr 1975 Aufenthalt in Paris zunächst als Postgraduierte an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS) bei Pierre Bourdieu. Besuch zahlreicher Veranstaltungen von Michel Foucault am Collège de France sowie von Annales-Historikern (wie Robert Mandrou, Jacques Le Goff, Marc Ferro) an der EHESS. Tätigkeit als Publizistin und Übersetzerin, vor allem für den Suhrkamp Verlag.

1980 kumulative Promotion in Soziologie an der Universität Bremen.

Rückkehr nach Frankfurt am Main. Von 1980-82 Lektorin für Geschichts- und Sozialwissenschaften bei der Europäischen Verlagsanstalt (gemeinsam mit Günther Busch und Henning Ritter). Anschliessend Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in einem von Richard van Dülmen beantragten Projekt zum Einfluss der Medizin auf Familie und Frauenbild im 19. Jahrhundert. Aus diesem Projekt ist später die Habilitationsschrift „Die Codierung der Geschlechter in der Moderne“ sowie das Buch „Die Ordnung der Geschlechter. Die Wissenschaften vom Menschen und das Weib, 1750-1850“, hervor gegangen.

Von 1984-1989 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (bei Heinz Steinert) am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Frankfurt. Lehrveranstaltungen u.a. zu „Feminismus und Kritische Theorie“, „Frauenkultur/Männerkultur“, „Karl Mannheim in Frankfurt“.  Diverse Lehraufträge an anderen Universitäten.

Mitbegründerin der interdisziplinären Zeitschrift „Feministische Studien“ (seit 1982).

Heirat mit dem Soziologen Ulf Matthiesen. Geburt der Söhne Moritz Toby Matthiesen (1984) und Kai Damian Matthiesen (1987).

1990 Habilitation für das Fach Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Zum Wintersemester 1990/91 Berufung auf den Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie an der Universität Bern. Lehrveranstaltungen u.v.a.: Einführung in die Soziologie, Soziologische Theorien, Kultur-, Wissens-, Kunst- und Geschlechtersoziologie, Deutungsmusteranalyse und Qualitative Sozialforschung.

1995-1997 Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie. Mitorganisatorin  des Kongresses der schweizerischen Sozialwissenschaften „Gesellschaften im Umbau. Identitäten, Konflikte, Differenzen“, Bern 1995.

Mitorganisatorin des gemeinsamen Kongresses der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Soziologie „Grenzenlose Gesellschaft?“ 1998 in Freiburg im Breisgau.

2002-04 Dekanin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern.

Zahlreiche Forschungsprojekte. Zu den Lizentiaten und Doktoraten siehe Link Promotionen. Herausgabe der Bücherreihen „Schriftenreihe Kultursoziologie“ und „Neue Berner Beiträge zur Soziologie“ (NBBS).

1998-2009 Mitglied der Trägerschaft der interdisziplinären Graduiertenprogramme „Wissen-Gender-Professionalisierung“; „Shifting Gender Cultures“; „Gender: Scripts and Prescripts“.

Seit 2009 emeritiert.