Claudia Honegger, Frankfurt 1990         Photos: Abisag Tüllmann

Die Zukunft im Alltagsdenken: Szenarien aus der Schweiz

„Die ausgewählten 80 Personen stammen aus fünf für die Schweiz typischen Branchen: Landwirtschaft, Tourismus, Uhrenindustrie, Bankenwesen, chemische Industrie. Im Verlauf der Untersuchungen erkannten die Soziologen der Universität Bern, dass sie auch das Berufsfeld der Hausfrau genauer analysieren mussten. Honegger, Bühler und Schallberger befragten aber nicht Einzelpersonen, sondern interviewten – jeweils einzeln – so genannte ‚Familienkaros‘, […]

Konkurrierende Deutungen des Sozialen. Geschichts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften im Spannungsfeld von Politik und Wissenschaft

„Manchmal kann auch eine vorsichtig formulierte Kritik vernichtend ausfallen. Der Politikwissenschaft in der Schweiz sei es gelungen, ‚einen spezifischen Jargon zu entwickeln, der den Eindruck von wissenschaftlicher Kompetenz vermittelte‘, schreibt beispielsweise Hans-Ulrich Jost, emeritierter Geschichtsprofessor, zum Triumph der Politologie. Deren ‚Erfolg beruhte nicht zuletzt auf den zahlreichen ‚staats- und politiknahen‘ Studien wie etwa dem Projekt […]

Frauen in der Soziologie. Neun Portraits

„Dass das Verhältnis der Frauen zur modernen Gesellschaft ein äusserst verwickeltes ist, gehört zu jenen Einsichten, die man nicht erst der Geschlechterforschung des 20. Jahrhunderts zu verdanken hat. Germaine de Staël gehört – so die Berner Soziologin Claudia Honegger – zu jenen Soziologinnen avant la lettre, die früh schon, an der Schwelle zum 19. Jahrhundert, […]

Die Hexen der Neuzeit. Studien zur Sozialgeschichte eines kulturellen Deutungsmusters

„Feminismus und Anti-Feminismus gab es schon im Mittelalter, nur dass die feministischen Frauen damals auf den Scheiterhaufen geschickt wurden. Im Sinne der offiziellen Lehrmeinung der Kirche waren diese Frauen Ketzerinnen, Hexen, mit dem Teufel im Pakt. Wie es zu diesem Hexenwahn kam, wie und warum der Hexenglaube von der scholastischen Theologie des Mittelalters systematisiert wurde, […]

Konkurrierende Deutungen des Sozialen. Geschichts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften im Spannungsfeld von Politik und Wissenschaft

„Das vorliegende Buch, welches unter der Ägide der Soziologieprofessorin Claudia Honegger und des Historikers Hans-Ulrich Jost an der Universität Bern entstanden ist, erschliesst ein hierzulande von der Historiographie und der Wissenschaftsgeschichte bisher wenig bearbeitetes Feld und leistet daher in mehrfacher Hinsicht Pionierarbeit. In einem weiten historischen Bogen vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart […]

Gender. Die Tücken einer Kategorie

„Der schmale Reader versammelt die Beiträge von Joan W. Scott, Rosi Braidotti, Francine Muel-Reyfus und Claudia Opitz zum Symposium ‚Gender, History & Modernity‘ anlässlich der Verleihung des Hans-Siegrist-Preises 1999 der Universität Bern an Joan W. Scott. Die Fremdbeiträge würdigen das innovative und kritische Schaffen der amerikanischen Historikerin, ohne deren zentralen Aufsatz ‚Gender – eine nützliche […]

Frauen in der Soziologie. Neun Portraits

„Die Herausgeberinnen liefern hier ein meisterliches Doppelstück: ein attraktives Lesebuch mit Monografien zu neun Soziologinnen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, und Ansätze zu einer Sozialgeschichte von Frauen in der damals entstehenden gesellschaftswissenschaftlichen Disziplin. Vorgestellt werden Autorinnen aus Frankreich, Grossbritannien, Deutschland, Österreich und den USA. In den jeweiligen nationalen und historischen Kontexten waren sie mit […]

Die Hexen der Neuzeit. Studien zur Sozialgeschichte eines kulturellen Deutungsmusters

„Claudia Honegger umreisst in ihrem informativen wie auch innovativen Einleitungsaufsatz die Entwicklungslinien des von ihr so bezeichneten Deutungsmusters und gelangt so zugleich zu einer Kritik der bisherigen Untersuchungen zum Hexenwahn, welche sich durch die beharrliche Weigerung auszeichnen, ‚…die Hexen zuallererst als Frauen wahrzunehmen‘ (Vorrede 11). Die von der Hrsg. ausgewählten Texte sind zweifelsfrei repräsentativ für […]

Das Ende der Gemütlichkeit. Strukturelles Unglück und mentales Leid in der Schweiz

„Überzeugend gelingt es dem Reader aufzuzeigen, wie persönliche Visionen und Verzweiflungen mit Brüchen in gesellschaftlichen Leitbildern korrespondieren. In einer deregulierten Realität gewinnt das individuelle Ringen um Normalität an Dringlichkeit, oft werden der Verzweiflung krass komplexitätsreduzierende Feindbilder entgegengestellt, und in der Sehnsucht nach der verlorenen Ordnung werden Sündenböcke benannt und für die Verluste verantwortlich gemacht. […] […]

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